Notebook Kaufberatung - diese Merkmale sind wichtig

Für ein effizientes Arbeiten unterwegs ist ein gutes Notebook in nahezu allen Fällen unverzichtbar. Obwohl Smartphones und Tablet PC immer leistungsfähiger werden, sind sie einem Laptop in Punkten wie Leistungsfähigkeit, Speicherkapazität und Auswahl an Software nach wie vor weit unterlegen. Auch die fehlende Tastatur und der kleine Bildschirm stellen absolute Ausschlusskriterien für viele professionelle Anwendungen dar. Um das für eine Aufgabe passende Notebook zu finden, müssen jedoch viele Faktoren berücksichtigt werden. Neben den persönlichen Vorlieben zählen dazu auch technische Voraussetzungen, die vor einem Kauf dringend berücksichtigt werden sollten, um Enttäuschungen oder im schlimmsten Fall teure Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Notebook: Bedarf ermitteln und verschiedene Typen

Typ Eigenschaften/Einsatz Produkte
Einsteiger Notebook - Skypen
- Internet von der Couch aus
- Präsentationen und Briefe schreiben
Beispiele
Office Notebook - Alles rund um MS Office
- Steuerprogramme
- Anschlüsse für Internet & Drucker
Beispiele
Allround Notebook - Solide Leistung
- Genug Leistung für moderates Gaming
- moderne und viele Anschlüsse
Beispiele
Notebook
für unterwegs
- Skypen
- klein, leicht und transportabel
- sehr lange Akkulaufzeit
Beispiele
Gaming Notebook - hohe Grafik- und CPU-Leistung
- Spezielle Tastatur und Knöpfe
- Komponenten auf sehr hohem Niveau
Beispiele

Die Leistung hängt vom Prozessor ab

Notebook Prozessor

Was zunächst wie eine Binsenweisheit klingt, erweist sich für viele Ahnungslose zu einer tückischen Falle. Oft werben Unternehmen mit scheinbar eingängigen, technischen Daten wie Anzahl der Kerne und Taktfrequenz. Die Leistungsfähigkeit eines Computers werden mit diesen Daten allerdings nur sehr unzureichend beschrieben, denn in erster Linie ist dafür die Modellreihe und die Fertigung des Prozessors ausschlaggebend. So basieren beispielsweise viele günstige Notebooks auf Intel Atom CPU, die sich in ihren Daten kaum von deutlich leistungsfähigeren Modellen der Core i3/i5/i7-Serie unterscheiden. In der Realität erreichen letztere jedoch wegen ihrer Architektur und integrierter Komponenten wie einer leistungsfähigen Grafik eine Rechengeschwindigkeit, die mitunter ein Vielfaches bei gleicher Taktfrequenz ausmacht. Problematisch bei einem Notebook ist dabei, dass sich dieses im Gegensatz zu einem Desktop PC nachträglich nur eingeschränkt erweitern lässt. So ist der Wechsel eines Prozessors oder die Installation einer zusätzlichen Grafikkarte nur in seltenen Ausnahmefällen möglich. Die einzige Komponente, die eine Leistungssteigerung ermöglicht, ist in der Regel ein Wechsel des RAM Speichers. Deshalb sollte hier auf Unterstützung für eine höhere Kapazität geachtet werden - moderne Notebooks erlauben mindestens 8 GB bis 16 GB RAM mit DDR3 oder DDR4 Modulen. Ältere Versionen sind wegen ihres hohen Preises bei geringerer Kapazität kaum noch interessant.

Meine Empfehlung: Du willst die neusten Spiele spielen? Dann nimm ein Notebook mit Intel Core i7-Prozessor! Ansonsten reicht Core i5 oder ein AMD A8 oder AMD A10-Prozessor meist aus. Beim Core i3 merkt man schon durchaus, dass er langsam sein kann. Core i3 ist in meinen Augen absoluter Einsteiger- und/oder Office-Bereich! Der Arbeitsspeicher darf gerne 8 GB und mehr groß sein.

Die passende Ausstattung für unterschiedliche Zwecke

Notebooks unterscheiden sich in vielen Punkten durch ihre Auswahl an zusätzlichen Funktionen. So verfügen viele Modelle in einem kleineren Format nicht über ein optisches Laufwerk für DVD oder Blu-ray. Einige bieten mobiles Internet über eine SIM Karte an, doch die Bandbreite und damit die Geschwindigkeit variiert stark durch ältere oder neue Standards wie UMTS oder dem schnelleren LTE. Für eine Verlängerung der Laufzeit stellen manche Hersteller größere Akkus oder eine Erweiterung über zusätzliche, externe Batterien zur Verfügung. Eine kombinierte Verwendung als mobiles und stationäres Gerät wird durch eine Docking Station mit zusätzlichen Anschlüssen und eigener Stromversorgung deutlich erleichtert. Es gibt jedoch kaum ein Modell, dass alle diese Vorteile gemeinsam anbietet. Es ist aus diesem Grund sinnvoll, vor der Auswahl eines Gerätes die gewünschte Verwendung in näherer und weiterer Zukunft genau zu analysieren. Viele günstige Notebooks bieten nur wenig oder gar kein Zubehör an. Teure Modelle von Markenhersteller wiederum beschränken die Unterstützung für Erweiterungen. Sie akzeptieren nur lizenzierte Produkte der eigenen Reihe.

Steckkarten von Fremdanbietern wie solche zur Grafikbeschleunigung oder zur Anbindung an das mobile Internet werden elektronisch blockiert. Die Speicherkapazitäten eines Notebooks sind begrenzt und müssen unter Umständen zwischen großen Datenmengen wie hochauflösenden Videos und einer umfangreichen Foto- oder Musiksammlung aufgeteilt werden. Für den schnellen Transfer auf weitere Medien ist darum heute eine externe Festplatte mit USB 3.0 unverzichtbar.

Meine Empfehlung: USB 3.0 ist eigentlich Pflicht. Ich brauche keine Laufwerke, da man das meiste via USB regeln kann. Außerdem macht es die Notebooks schlanker. Wichtig ist mit außerdem, dass es mindesten drei USB-Anschlüsse gibt.

Lange Laufzeit oder hohe Auflösung und großer Bildschirm?

Auf den ersten Blick scheint ein möglichst großes Display nur Vorteile zu bieten - doch diese Eigenschaft ist bei einem Notebook ein zweischneidiges Schwert. Neben dem Prozessor verbraucht ein Bildschirm einen großen Teil der Energie. Die Stromaufnahme steigt mit dem Durchmesser überdurchschnittlich an. Ein Problem ist, dass dieser Mehrverbrauch ab einer gewissen Größe nicht mehr durch leistungsfähigere Akkus ausgeglichen werden kann und diese das Gewicht eines Notebooks auch noch deutlich erhöhen. Dadurch besitzen Laptops mit einer Diagonale von mehr als 15 Zoll eine deutlich geringere Laufzeit und sind für den mobilen Einsatz unterwegs nur noch eingeschränkt geeignet. Viele Netbooks und Subnotebooks unter 13 Zoll wiederum bieten einen sehr langen, netzunabhängigen Betrieb von zwölf Stunden oder mehr - die Schriftgröße ist dafür aber entsprechend kleiner. Eine ähnliche Problematik ergibt sich auch aus der Auflösung. Eine sehr hohe Detailgenauigkeit ist für ein ermüdungsfreies Lesen, Spiele oder das Grafikdesign nützlich, benötigt auf der anderen Seite jedoch eine sehr hohe Rechenleistung der Grafikkarte. Dies führt zu einem permanenten Auslastung, die einen deutlich höheren Stromverbrauch zur Folge hat, sobald das Display aktiv ist.

Meine Empfehlung: Ich bin kein Gamer, ich will daher lieber größere Akkulaufzeit bei ordentlichem Bildschirm. Daher bin ich meist im Mittelfeld und sehe zu, dass ich bei 15 Zoll lande und mein Notebook mindestens 6-7 Stunden ohne Strom aushält.

Größe, robustes Design und Format

Die Auswahl des Bildschirms wirkt sich auch auf die Tastatur auf. Um in einem kompakten Gehäuse Platz zu finden, verkleinern die Hersteller die einzelnen Tasten. Ein schnelles und fehlerfreies Schreiben auf einem Sub-Notebook mit 10 Zoll - das entspricht der Größe eines normalen Tablet PC - erfordert eine längere Eingewöhnung. Andererseits stellen solche Geräte einen optimalen Kompromiss zwischen dem leichten Transport, eine hohe Mobilität mit langen Arbeitszeiten ohne zusätzliche Stromversorgung. Sie sind deshalb beispielsweise für Reisen ideal. Sogenannte Rugged Notebooks zeichnen sich durch eine hohe Ausfallsicherheit für den Betrieb unter sehr widrigen Bedingungen aus. Sie verwenden oft eine wasserdichte Abschirmung des Gehäuses nach dem internationalen Standard IP65 oder höher und besitzen eine hohe Sturzfestigkeit. Sehr kleine Geräte mit einer hohen Leistung bezeichnen Hersteller als Sub-Notebook. Bei den ähnlichen Netbooks handelt es sich ebenfalls um kompakte Geräte, die primär für Aufgaben im Netzwerk wie Mail oder Internet ausgelegt sind.

Sie besitzen häufig einen stromsparenden, aber leistungsschwächeren Prozessor und können in der Performance nicht mit Sub-Notebook konkurrieren. Der klassische Laptop stellt einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Laufzeit und Größe dar. Er besitzt eine Bildschirmdiagonale von ungefähr 15 Zoll und ist für die meisten unterschiedliche Anwendungen zu empfehlen. Je nach Hardware vereint er eine gute Leistung mit einer langen Laufzeit und hohem Komfort. Zu ihrer Ausstattung gehören in vielen Fällen auch ein optisches Laufwerk. Im Gegensatz zu kleineren Versionen bietet das Gehäuse ausreichend Raum für mehrere Schnittstellen wie externe Monitore, Netzwerk und mehrere USB Geräte.

Meine Empfehlung: Ich finde 15,6 Zoll eine angenehme Größe. Größere Notebooks bekomme ich teilweise nicht in den Rucksack. Bei kleinen Notebooks finde ich das Schreiben auf der kleineren Tastatur unbequem. Das ist allerdings Geschmackssache!

Spezialisierte und universelle Notebooks für verschiedene Zwecke

Neben dem Format schneiden Hersteller ihre Modelle auch auf eine spezielle Verwendung zu. In den meisten Fällen verwenden Notebooks einen in den Prozessor integrierten Grafikchip, der einerseits sehr effizient arbeitet, andererseits aber eine eingeschränkte Leistung erbringt. Ein weiterer Nachteil ist, dass dieser keinen eigenen Speicher besitzt, sondern einen festgelegten Teil des installierten Hauptspeichers verwendet. Dadurch reduziert sich dessen Kapazität und der Zugriff auf Grafikdaten wird verlangsamt. Gaming Notebooks besitzen deshalb eine sogenannte dedizierte Grafikkarte, die aus einem eigenen Chip mit einem eigenen Zwischenspeicher besteht. Sie eignen sich für Spiele und für multimediale Anwendungen wie Photoshop, PowerPoint mit hochauflösenden Grafiken und interaktiven Elementen oder Videobearbeitung. Ein besonderer Vorteil stellt in einigen Bereichen ein Touch Screen dar, der die direkte Eingabe über den Bildschirm erlaubt. Kann der Bildschirm von der Tastatur entfernt oder gedreht werden, handelt es sich um einen sogenannten Convertible PC. Er erlaubt die Verwendung eines einzigen Gerätes als Notebook und Tablet PC. Ein großer Teil der Notebooks richtet sich an kommerzielle Verwendung in Büros oder Unternehmen. Solche Geräte bieten häufig eine relativ moderne Hardware und werden regelmäßig nach kurzer Verwendung in größeren Mengen als Gebrauchtgeräte oder überholte Laptops zu einem günstigen Preis angeboten.

Meine Empfehlung: Im Grunde kann man sich hier auch nach einer einfachen Formel richten. Wer Gamer ist, viel Video- oder Grafikbearbeitung macht, sollte zu Intel-CPU und Nvidia-Grafikkarten greifen. Allen anderen reicht meist eine nicht dedizierte Grafikkarte oder ein komplettes SoC von AMD (letzteres verwende ich und bin sehr zufrieden).

Notebooks mit sehr guten Bewertungen

Die genannten Notebooks sind durchaus interessant, haben gute Bewertungen. Die Auflistung entspricht keiner konkreten Reihenfolge bzw. die Nummerierung hat keine Aussage.

Name Typ CPU Grafik Speicher
1 Lenovo ideapad 310 Mittelklasse Intel Core i5 Intel HD 620 128GB SSD/1TB HDD Details
2 Acer Aspire E 17 Allrounder Intel Core i5 Nvidia GF 940X 1000 GB HDD Details
3 Asus E200HA-FD0041TS Mini-Notebook Intel Atom Intel HD 32 GB eMMC Details
4 Asus G501JW-CN030T Gaming Intel Core i7 Nvidia GF 960M SSD Details

Ein Notebook für den dauerhaften Gebrauch

Die Auswahl ist groß - die Entscheidung fällt entsprechend schwierig. Letztendlich sind es eine Vielzahl von Faktoren, die ein Käufer bei einem Notebook berücksichtigen muss. Es ist deshalb empfehlenswert, in einem ersten Schritt Kriterien für den Ausschluss festzulegen. Aus den verbliebenen Modellen kann eine Auswahl getroffen werden, die den ursprünglichen Zweck wie auch eventuelle Verwendungen in der Zukunft so gut wie möglich berücksichtigt. Bei einer rein beruflichen Nutzung steht beispielsweise die Zuverlässigkeit und die Sicherheit - etwa über einen Sensor für Fingerabdrücke - im Vordergrund. Ein Student sollte auf eine lange Laufzeit und große Mobilität sowie eine robuste Konstruktion für Praktika oder Reisen achten. Andere Notebooks wie solche mit einem 17'' Display oder größer und einer dezidierten Grafikkarte richten sich in erster Linie an Gamer oder Unternehmer, die eine leistungsfähige Plattform für die Präsentation von multimedialen und hochauflösenden Inhalten benötigen. Für eine optimale Auswahl müssen in jedem Fall möglichst viele unterschiedliche Abwägungen getroffen werden. Im Zweifelsfall ist es generell sinnvoll, die Priorität auf Zuverlässigkeit, lange Laufzeit und Mobilität zu legen. Es ist relativ unkompliziert möglich, Daten auf ein weiteres Laufwerk zu sichern - aber dafür muss ein Notebook einerseits selbst überleben und andererseits auch komfortabel zu transportieren sein. Andere Nachteile lassen sich in vielen Fällen leicht durch stationäre Geräte oder bei entsprechender Internet-Anbindung sogar entfernte Cloud-Dienste beseitigen - solange das Notebook nur einsatzbereit bleibt.

Die Bedürfnisse sind heutzutage so extrem verschieden, dass es sich lohnt die bekannten Anbieter abzuklappern und zu schauen, was deren Kaufberater so empfehlen. Wichtig ist, dass man bei den vielen Auswahlmöglichkeiten eben das wählt, was einem selbst wichtig ist. Einige Möglichkeiten sind im Folgenden verlinkt.